„München elektrisiert“: Letzte Chance auf attraktive E-Lade-Förderung für Wohnungseigentümer

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Bessere Luftqualität sowie Schutz vor Lärm und Klimaschäden: Noch bis September 2022 können Wohnungseigentümergemeinschaften von dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ profitieren. Der Landeshauptstadt München stehen zum Aufbau von Ladepunkten auf privaten Flächen rund 3,4 Millionen Euro Bundesgelder zur Verfügung. Das Projekt wird zudem wissenschaftlich begleitet.

Während CO₂ als „Klimakiller“ in aller Munde ist, wird die Schadstoffbelastung der Luft weniger thematisiert. In der Landeshauptstadt München übersteigt der Emissionswert für Stickstoffdioxid laut Bayerischer Forschungsallianz jedoch seit Jahren an den hoch verkehrsbelasteten Stellen zum Teil den erlaubten Jahresmittelwert von 40 μg/m³. München sei damit eine der am stärksten mit Luftschadstoffen belasteten Kommunen Deutschlands.

Logo München elektrisiert

Die Initiative „München elektrisiert“ soll die Elektromobilität nun deutlich voranbringen, heißt es seitens der Projektverantwortlichen. Die Elektrifizierung der Individualmobilität führe langfristig durch die Verbesserung der Luftqualität sowie von Klima- und Lärmschutz zu einer Steigerung der Lebensqualität in Großstädten.

Etwa 14 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge hatten 2021 einen rein elektrischen Antrieb, berichtete tagesschau.de. Damit stieg der Anteil der E-Autos auf deutschen Straßen fast um das Doppelte im Vergleich zum Vorjahr. Zwar nehme die Anzahl am Markt verfügbarer und zugelassener Elektrofahrzeuge beständig zu – zum Oktober 2021 waren laut Statista deutschlandweit 517.000 reine E-Fahrzeuge zugelassen –, jedoch sei ein Wechsel zur Elektromobilität für Privatpersonen und Gewerbe nur dann sinnvoll, wenn eine ausreichende Infrastruktur von Ladepunkten zur Verfügung steht, argumentiert die Stadt München.

Hier stellt „München elektrisiert“ eine bis zu 60-Prozent-Förderung für die Planung und Installation von mindestens elf bis 500 Ladepunkten in Aussicht, die sowohl Unternehmen und Gewerbetreibende, etwa Parkhausbetreiber, als auch Wohnungseigentümergemeinschaften abrufen können. Die Ladepunkte können dabei im Stadtgebiet München sowie in den angrenzenden drei Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck und München errichtet werden, wenn es einen regelmäßigen Pendelbezug zum Stadtgebiet München gibt.

Unterstützt werden die Bauvorhaben vom Referat für Klima- und Umweltschutz der Stadt München. Begleitend erhält jede Wohnungseigentümergemeinschaft eine kostenfreie Mobilitätsanalyse, die von der Technischen Universität München individuell und herstellerneutral durchgeführt wird und als Basis für eine passgenaue Auswahl der Ladeinfrastruktur dient.

Alle Infos zum Förderprogramm finden Sie unter www.muenchen.de/lim.
Die Antragstellung und Inbetriebnahme müssen bis spätestens 30. September 2022 erfolgt sein.