Ist nachhaltig (schon) das neue Normal?

Hochhaus aus Holz - Projekt Cederhusen

Beim Einkaufen wählen wir das Gemüse ohne Umverpackung. Im Alltag lassen wir das Auto stehen und fahren Fahrrad oder Bus. Und beim Shoppen ignorieren wir billige Wegwerfmode und wählen ökologisch produzierte Qualität. Welche Auswirkungen ihr Verhalten für die Umwelt hat, wird für viele Menschen immer wichtiger und ausschlaggebender. Der Nachhaltigkeitsgedanke ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – und es gibt viele Bereiche, in denen sich relativ leicht etwas zum Guten verändern lässt. Auch beim Bauen?

Gebäude sind komplexe Systeme, bei denen an vielen Stellschrauben etwas falsch, im Umkehrschluss jedoch auch vieles richtig gemacht werden kann. Trends beobachten, Alternativen ausleuchten, nachhaltige Entscheidungen treffen: Das verstehen wir als unsere Verpflichtung als Immobilienunternehmen. Eine Herausforderung, die wir annehmen – im Hier und Jetzt und als Herzensprojekt für die Zukunft der Münchner Immobiliengesellschaft.

„Nachhaltig ist das neue Normal“, postulierte im Januar 2019 die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) auf der Münchner BAU, der Weltleitmesse zum Thema Bauen und Architektur. Die vielfältigen Aspekte des nachhaltigen Bauens kämen zunehmend in der Bau- und Immobilienwirtschaft an, lobte der Verein. Dies ist auch dringend notwendig, gilt der Immobiliensektor laut Handelsblatt doch als „Schlüsselfaktor beim Klimaschutz“.

So stehen Gebäude aktuell für etwa 35 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland und für etwa ein Drittel der CO2-Emissionen.    

Problematisch ist hier vor allem der Altbestand an Nachkriegsbauten – bei Neubauten ist man hier bereits auf einem guten Weg. Doch es geht nicht um die reine Einsparung von CO² allein: Nachhaltigkeit bedeutet mehr.

Umweltschonend, wirtschaftlich, ästhetisch

Grundsätzlich lassen sich drei verschiedene Blickwinkel unterscheiden.

1. Ökologische Dimension der Nachhaltigkeit

Im öffentlichen Diskurs ist aktuell die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit am prominentesten vertreten. Primäres Schutzziel ist hier eine Schonung der Ressourcen – dies gelingt etwa dadurch, dass Baumaterialien optimal eingesetzt werden. Zudem ist zu beachten, dass möglichst wenig Fläche beansprucht wird und die biologische Vielfalt am Ort des Baus erhalten bleibt. Energie- und Wasserverbrauch sollten generell minimiert werden.

2. Ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit

Bei der ökonomischen Dimension der Nachhaltigkeit werden insbesondere die Baufolgekosten betrachtet, die sich über den Lebenszyklus ergeben, etwa wenn saniert werden muss. Im Fokus stehen hier Wirtschaftlichkeit und Wertstabilität.

3. Soziale und kulturelle Dimension der Nachhaltigkeit

Zu guter Letzt gibt es noch eine soziale und kulturelle Dimension der Nachhaltigkeit. Hier geht es um den Menschen, den Grad seiner Identifikation mit dem Gebäude, um Wohlbefinden und Motivation. So sollten Nutzerbedürfnisse im Alltag ebenso berücksichtigt sein wie der ästhetische, städtebauliche und kulturelle Wert eines Objekts.

All diese Dimensionen gilt es mit Leben zu füllen und bei jedem Bauprojekt neu zu beleuchten. Was lässt sich heute schon umsetzen? Welches Prinzip der Nachhaltigkeit steht nicht in Konkurrenz zu anderen Werten, etwa dem einer vernünftigen Preisgestaltung?

Schon allein, was an Müll anfällt – an Sondermüll – wenn ein Haus wieder auseinandergebaut oder abgerissen wird

Kerstin Mayer ist Architektin und Nachhaltigkeitscoach aus Stuttgart. Die zweifache Mutter gründet nach Stationen in ökologisch arbeitenden Architekturbüros gerade das „Laboratorium für Nachhaltigkeit“. Sie bringt Menschen näher, wie sie ihren „ökologischen Rucksack“* durch sinnvolle Entscheidungen leichter machen können. „Das Grundverständnis der Nachhaltigkeit kommt aus der Forstwirtschaft und besagt, dass man nur so viele Bäume aus einem Wald schlagen soll, wie dieser auch selbst wieder nachbilden kann“, erläutert die Expertin. Diesen Gedanken müsse man übertragen auf unsere Gesellschaft und die Welt an sich. Gerade bei Bauwerken sieht sie allerdings, gelinde gesagt, noch viel Luft nach oben.

Kerstin Mayer - Architektin und Nachhaltigkeitscoach
Kerstin Mayer - Architektin und Nachhaltigkeitscoach

„Schon allein, was an Müll anfällt – an Sondermüll – wenn ein Haus wieder auseinandergebaut oder abgerissen wird“, nennt Mayer ein Beispiel. „Was wir gerade praktizieren mit den Wärmedämmverbundsystemen – Styropor, dann ein Putz darauf – das ist aus ökologischer Sicht eine Katastrophe“, so die Architektin.

Wärmedämmung – aber natürlich

Der Hintergrund für diese Art der Wärmedämmung, die in der Gebäudesanierung ja auch öffentlich gefördert werde, sei ihr natürlich durchaus bewusst. „Man zielt darauf ab, möglichst viel Energie einzusparen während der Nutzungsphase des Gebäudes.“

Laut Greenpeace-Magazin gehen etwa 40 Prozent der in Deutschland eingesetzten Energie auf das Konto von Gebäuden. Allein das Heizen, das 85 Prozent dieser Menge ausmacht, belaste das Klima stärker als der gesamte Verkehrssektor.

„Hier anzusetzen ist natürlich gut, das ist ein Aspekt“, sagt Mayer, „aber die anderen werden vernachlässigt.“ Einen Pluspunkt gibt es also im Bereich „Energieeinsparung während der Lebensdauer“, ein dickes Minus allerdings beim Punkt Ressourcenschonung und Rückbau. Das Beispiel zeigt die vielleicht wichtigste Erkenntnis in puncto Nachhaltigkeit: Die kurzfristige Lösung ist nicht immer die Beste.

Eine Alternative zur umstrittenen Styropordämmung ist, neben natürlichen Dämmstoffen aus Hanf, Schilf, Wolle oder Holz, die Massive Ziegelbauweise, auf die die Münchner Immobiliengesellschaft bei vielen Projekten setzt. „Wenn etwas dämmt, dann hat es Lufteinschlüsse“, erklärt Mayer die Funktionsweise. „Und Ziegel haben eben auch diese so genannten Luftwärmekammern.“

Dank der Ziegel kann auf ein Wärmedämmverbundsystem verzichtet werden und das Gebäude erreicht dennoch den Standard eines KfW-55 Effizienzhauses. Zudem ist das Klima in einem solchen Haus angenehm und ausgleichend, ohne Temperaturspitzen. „Damit reduziert man zumindest das Entsorgungsproblem am Schluss, ein wichtiger Punkt“, sagt Mayer.

Wie der richtige Baustoff das Klima schützt

Für die Expertin geht jedoch nichts über den Einsatz von Holz am Bau. „Beim Abbauen eines Massivholzbaus haben wir zu großen Teilen keinen Müll, sondern massive Holzwände, die man verfeuern oder biologisch abbauen kann“, erläutert Mayer.

Außerdem lasse sich durch Massivholz sehr viel CO² binden. „Das ist ein großes Potenzial, das die Immobilienbranche hier entfalten kann, wenn sie wegkommt von Beton und Mauerwerk.“

Die Rechnung sei denkbar einfach: Bei der Betonherstellung werde viel CO² ausgestoßen. Für eine Tonne Holz dagegen speichert ein Baum rund 1,9 Tonnen CO² (Quelle: www.holzbauwelt.de). Wird das Holz verbaut, bleibt das CO² in Form von Kohlenstoff gebunden. Jeder Baumstamm, der geerntet und genutzt wird, schafft zudem Platz für neues Waldwachstum. Wird Holz zur Wärmeerzeugung verwendet, so verbrennt es CO²-neutral und spart damit den Verbrauch von klimaschädlichen fossilen Energien wie Öl, Gas oder Kohle. Dank verbesserte Filtertechniken ist heute auch der Ausstoß an Feinstaub erheblich reduziert, die Asche kann als umweltfreundlicher Dünger weiter verwertet werden.

Wenn wir es schaffen würden, wo immer möglich auf Massivholz umzustellen, dann hätten wir einen ganz, ganz großen Schritt getan.

Hoch hinaus mit Holz

„Das ist enorm“, findet Mayer. „Wenn wir es schaffen würden, wo immer möglich auf Massivholz umzustellen, dann hätten wir einen ganz, ganz großen Schritt getan.“
Im privaten „Häuslebau“ sei die Holzbauweise schon länger eindeutig auf dem Vormarsch, so Mayer. Und selbst im Geschosswohnungsbau gehen einige Bauträger neue Wege: Vor den Toren Stockholms entstand 2014 das Ensemble Strandparken, zwei Gebäude mit jeweils acht Stockwerken. „Innen wie außen ganz aus Holz und damit bisher einzigartig. Nur die Bodenplatte ist aus Beton“, beschreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung das weltweit beachtete Projekt.

Das bis dato größte Hochhaus der Welt aus dem Baustoff Holz wird derzeit in Wien gebaut. Liebevoll „HoHo“ genannt wird das Holz-Hochhaus auf 24 Stockwerken Apartments zur Kurzzeitmiete, ein Hotel, ein Restaurant, Büros sowie einen Wellnessbereich und Geschäfte beherbergen. Laut Webseite spart die Holzbauweise gegenüber einer Ausführung in Stahlbeton rund 2.800 Tonnen CO₂-Äquivalente ein. Das entspräche etwa 20 Millionen PKW-Kilometern oder 1.300 Jahre täglich 40 Kilometer Autofahrt.

Solche Leuchtturmprojekte gibt es vielerorts – doch im „klassischen“ Wohnungsbau scheint sich Massivholz noch nicht durchzusetzen. Experten sehen den Grund dafür in den Landesbauordnungen. „Mit Ausnahme von Baden-Württemberg und Hamburg sind die Anforderungen an Mehrfamilienhäuser in Holzbauweise absurd hoch,“ kritisiert ein Architekt in der FAZ, auch im Brandschutz werde weit mehr gefordert als nötig. Darüber hinaus sei Holz als Material derart vielseitig und innovativ einzusetzen, dass sich (noch) kein allgemeiner Standard herausgebildet habe. So entwickle jeder Anbieter ein eigenes System – vielleicht ein Grund dafür, dass die „Big Player“ der Baubranche sich nach wie vor zurückhalten. (Quelle: Faz.net – Wohnungsbau mit Holz warum bleibt er die Ausnahme)

Bei Projekten der Münchner Immobiliengesellschaft spielt Holz derzeit vor allem an zwei Punkten eine tragende Rolle: Zum einen beim Dachstuhl, zum anderen bei der Innenausstattung. „Viele Bauträger setzen heute auch bei Dachstühlen auf Beton-Konstruktionen“, erklärt Geschäftsführer Jochen Reichardt. Für die Münchner Immobiliengesellschaft sei dies keine Alternative zum handwerklichen, nachhaltigeren Weg. „Der nachwachsende Rohstoff Holz kann arbeiten, er ,atmet‘, kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben“, erläutert Reichardt die Vorzüge.

Warum Qualität so nachhaltig ist

Investitionen die sich lohnen

Was die Innenausstattung generell angeht, wird von Vornherein auf Qualität gesetzt – eine Herangehensweise, die Mayer befürwortet. „Wenn man keine gute Qualität gewählt hat und schneller sanieren muss, werden neue Ressourcen verbraucht.“ Ein Beispiel: Laminat versus Vollholzparket, wie es die Münchner Immobiliengesellschaft ausschließlich verwendet. „In nur zehn Jahren kann Laminat richtig alt werden“, weiß Mayer. „Dann sind Ecken ausgebrochen, die Fugen sehen nicht mehr schön aus, einige Stellen quellen auf … Das ist wie mit einem Ikea-Möbel aus Spanplatten: Man kann das nicht reparieren. Man muss einfach damit leben – oder es eben komplett erneuern. So macht es einfach Sinn, in bessere Dinge zu investieren.“ Die allerdings, keine Frage, in der Anschaffung teurer sind.

Wie große Flächen den „Rucksack“ belasten

Mayers Alternative: „Wenn ich weniger Raum habe, muss ich für die hochwertige Ausstattung auch weniger ausgeben, etwa für Parkett. Dann kann ich so wieder gegenrechnen.“

Für die Architektin ist die Quadratmeterfläche, auf der eine Person lebt, ohnehin fundamental. Mayer gibt erneut ein Beispiel. So sei es im Stuttgarter Raum keine Seltenheit, dass eine Familie zu viert auf 80 Quadratmetern lebe – „das heißt, jeder bewohnt 20 m². Das ist relativ wenig, der Durchschnitt lag 2017 bei 46,5 m².“ So wird ein Einfamilienhaus hierzulande meist mit rund 130 bis 140 Quadratmetern Wohnfläche gebaut. „Der häufige Verlauf ist dann, dass die Kinder eines Tages ausziehen und das Paar bleibt zu zweit in dem Haus. Am Ende wohnt womöglich einer allein viele Jahre lang auf 150 Quadratmetern. Und diese muss man instandhalten, muss sie heizen, pflegen … das macht den ökologischen Rucksack riesig“, erklärt Mayer.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung belegte ein Ein-Personenhaushalt in der Altersgruppe über 75 Jahre im Jahr 1978 noch 55 Quadratmeter (m²), im Jahr 2002 waren es bereits 75 m².

Gefragt sind Wohnkonzepte, bei denen es uns leichtfällt, zu variieren und sie anzupassen auf die aktuelle Lebenssituation.

Mayers Fazit: „Wir sind einfach noch nicht ausreichend flexibel in der Anpassung unserer Wohnumgebung. Gefragt sind Wohnkonzepte, bei denen es uns leichtfällt, zu variieren und sie anzupassen auf die aktuelle Lebenssituation.“

Dies ist ein Punkt, den die Münchner Immobiliengesellschaft bei der Projektplanung im Blick hat. Flexible Grundrisse, die sich den Bedürfnissen einer Familie ebenso anpassen lassen wie etwa denen eines Freiberuflers. „Unser Ziel sind Wohnungen, die aufgrund ihres Schnitts attraktiv sind sowohl für die Lebensphase mit Kindern, als auch darüber hinaus; geräumig, jedoch nicht überdimensioniert“, fasst Reichardt zusammen.

Mayer geht in ihren Forderungen noch weiter: Warum nicht von Vornherein so bauen, dass eine Wohnung sich flexibel teilen lasse? Oder eben so, dass man zwei perspektivisch zu einer großen Wohnung zusammenlegen könne? Das, sagt sie, müsse in der DNA eines Hauses am besten schon angelegt sein.

Regional denken, Ressourcen schonen

Weitere Ressourcen können schon beim Bau dadurch eingespart werden, dass – wo immer möglich – lokale Firmen beauftragt werden. Diese Vorgehensweise beherzigt die Münchner Immobiliengesellschaft aus Überzeugung. Auch Solaranlagen sind bei einigen Projekten bereits vorgerüstet, so dass auf Wunsch der Kunden umweltfreundliche Sonnenenergie eingespeist werden kann. Ladestationen für Elektroautos und -fahrräder in den Garagen gehören zum Standard.

Werte, die keiner Mode folgen

„Gute Architektur jagt zudem nie einem Trend nach, sondern ist vielmehr zeitlos und bezieht daraus Werthaltigkeit und Beständigkeit“, erklärt Jochen Reichardt und nimmt damit direkt Bezug zur dritten, kulturellen Dimension der Nachhaltigkeit.

Im Fokus stehen Häuser, die optisch und vom Nutzwert gesehen viele Jahrzehnte lang aktuell bleiben und von Vornherein in die Zukunft gedacht werden. An diesem Punkt kommt auch das Thema Smart Home ins Spiel. Wie ist der Trend zum „intelligenten Haus“ aus Nachhaltigkeitssicht zu bewerten?

Das intelligente Haus hilft beim Sparen

„Wenn ich zum Beispiel die Heizung fernsteuern kann und somit nur Energie verbrauche, wenn es wirklich nötig ist, finde ich das sehr sinnvoll“, sagt Mayer.

Die technischen Möglichkeiten auszunutzen sei richtig. „Trotzdem: Wenn ich ein Haus baue, in dem ich am Schluss allein auf 140 m² lebe, dann nützt es auch nichts, wenn ich mit meinem Handy die Heizung einstellen kann“, sagt sie mit einem Augenzwinkern und ruft so erneut die Verhältnismäßigkeit in Erinnerung.

Stichwort Ressourcenverbrauch und Ausstoß klimaschädlicher Gase: Bei dem neuesten Projekt der Münchner Immobiliengesellschaft, in Obermenzing, werden die beiden zum Ensemble gehörenden Effizienzhäuser (KfW 55) emissionsfrei über Luftwärmepumpen und Solarthermie beheizt. „Die Nachfrage nach dieser umweltfreundlichen Heizungsart wächst bei den Käufern“, sagt Architekt Ralf Schumann. „Diesen Trend wollen wir bedienen.“

Kleine Schritte, große Wirkung

Es ist vielleicht nur ein kleiner Schritt – das macht den Einsatz jedoch nicht weniger wichtig: Im Garten des neuen Bauprojekts sollen Bienenstöcke der Initiative „München summt“ aufgestellt werden. Der Verein will den Lebensraum von Wild- und Honigbienen schützen, lässt die Bienenstöcke von Imkern betreuen – und verschenkt den Honig an jene, die den Raum zur Verfügung stellen, in diesem Falle den Wohnungseigentümern. Es wäre Win-win im besten Sinne.

Wir können unser latentes schlechtes Gewissen umwandeln in die Energie, etwas zu bewegen

Den ökologischen Rucksack klein halten und dennoch Wohnträume erfüllen? Um beides zu ermöglichen, sind innovative Lösungen nötig, braucht es einen Mix aus bewährten, natürlichen Baustoffen und -techniken sowie modernen, smarten Innovationen. Das „komplexe System Haus“, wie Mayer es nennt, sollte von der ersten Projektidee an „grün“ gedacht, die Nachhaltigkeit bei jedem einzelnen Schritt einbezogen werden. „Wir können unser latentes schlechtes Gewissen umwandeln in die Energie, etwas zu bewegen“, wünscht sich die Expertin.

Eine beträchtliche, ja, auch sperrige Aufgabe – die jedoch unausweichlich ist und einen großen Gewinn bereithält: eine lebenswerte Zukunft für uns alle und die nachfolgenden Generationen.

* Der ökologische Rucksack ist die sinnbildliche Darstellung der Menge an Ressourcen, die bei der Herstellung, dem Gebrauch und der Entsorgung eines Produktes oder einer Dienstleistung verbraucht werden.